Einer der Gründe, warum Anfänger Deutsch als herausfordernd empfinden, sind die Fälle. Die deutsche Sprache arbeitet mit Fällen wie Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv. Jeder Fall trägt eine andere Bedeutung. Anfänger haben oft Schwierigkeiten zu bestimmen, welche Regel sie anwenden müssen, um die Fälle korrekt zu benutzen und ihre Gedanken auf Deutsch richtig auszudrücken. Lass dich von den deutschen Fällen aber nicht entmutigen – wir helfen dir dabei!
Schau dir unsere kommenden Onlinekurse an – für das beste Training zu Akkusativ und Dativ:
A1.1 Online-Deutschkurs am Abend (Di & Do, 19:00–21:30)
A1.1 LIVE-Deutschkurs am Abend (Mo & Mi, 19:00–21:30)
B1.1 Online-Deutschkurs am Abend (Mo & Mi, 19:00–21:30)
Heute schauen wir uns an, wie Akkusativ und Dativ mit den Fragen Wo? und Wohin? verwendet werden.
Akkusativ – Wohin?
Der Akkusativ mit einer Präposition ist die Antwort auf die Frage „Wohin?“. „Wohin?“ bedeutet wörtlich „wohin / wohin geht es?“ bzw. „wohin (wohin zu)?“ – also „wohin? / wohin (wohin)?“ oder auf Englisch „where to?“. Die Veränderung des Artikels zeigt an, dass es um eine Bewegung geht. Akkusativ + Präposition beschreibt dein Ziel. Die Leser oder Zuhörer verstehen dadurch, wo du nach der Bewegung sein wirst – und das dank der Präposition.
Was passiert im Akkusativ? Ganz einfach: Alle Artikel bleiben wie im Nominativ. Die einzige Ausnahme ist das Maskulinum:der wird zu den. Das folgende Beispiel hilft dir, den Akkusativ besser zu verstehen:
Der Turm
Nominativ: der Turm
Akkusativ: den Turm

1. Ich gehe an den Turm. - Ich gehe zum Turm. Dieser Satz bedeutet jedoch, dass Sie zum Turm gehen und sich bei Ihrer Ankunft neben ihm befinden werden.
2. Ich gehe in den Turm. - Ich gehe in den Turm.
3. Ich gehe auf den Turm. – Ich gehe auf die Spitze des Turms. Dieser Satz verdeutlicht, dass Sie zum Turm gehen und auf dessen Spitze steigen.
Dativ – Wo?
Im Gegensatz zum Akkusativ mit Präposition beschreibt der Dativ mit Präposition den Ort – also die Antwort auf die Frage „Wo?“. Wenn du Dativ + Präposition verwendest, gibst du deinen aktuellen Standort an. Trotz dieser scheinbar einfacheren Definition kann der Dativ für Anfänger oft Kopfschmerzen bereiten. Wie verändert man den Artikel richtig? Die gute Nachricht: „der“ und „das“ werden beide zu „dem“. Mehr Aufmerksamkeit brauchst du bei „die“, denn „die“ wird zu „der“. Unten findest du ein weiteres Beispiel, damit du den Unterschied zwischen Akkusativ und Dativ erkennen kannst.
Die Schule
Nominativ: die Schule
Dativ: der Schule

1. Ich bin an der Schule. - Ich bin an der Schule. (Das heißt im Grunde: Du stehst neben der Schule.)
2. Ich bin in der Schule. – Ich bin in der Schule.
3. Ich bin auf der Schule. – Ich bin über/auf der Schule. (Das heißt: Du stehst oben auf der Schule.)
Akkusativ und Dativ: Warum überhaupt? Und was ist mit „zu“?
Wie wir oben gesehen haben, spielen Fälle eine wichtige Rolle in der deutschen Sprache. Sie helfen Sprecherinnen und Sprechern (oder Schreibenden), ihre Aussagen präzise auszudrücken. Akkusativ und Dativ mit Präpositionen machen zum Beispiel klar, ob es um eine Bewegung oder einen Ort geht. Ohne Fälle könnte viel Verwirrung entstehen. Das zeigt das folgende Beispiel:
1. Ich gehe auf die Straße. Der Satz bedeutet: Du gehst von irgendwo auf die Straße. Es gibt also eine Ortsveränderung – das nennen wir Bewegung.
2. Ich gehe auf der Straße. Der Satz zeigt: Du gehst auf der Straße. Nach deutscher Logik gibt es dabei keinen Wechsel des Ortes, obwohl du dich bewegst.
Eine weitere Frage, die englischsprachige Anfänger oft stellen, ist: „Was ist mit ‚zu‘?“ oder „Warum nehmen die Deutschen nicht einfach ‚zu‘, um Akkusativ-Präpositionen zu ersetzen?“ Tja – Deutsch ist eben Deutsch. Akkusativ mit Präposition beschreibt die Bewegung genauer und nennt das konkrete Ziel, das du erreichst. „Zu“ bedeutet wörtlich „to“. Ein Satz mit dieser Präposition sagt nur, wohin man geht – aber nicht, was genau man dort macht (z. B. ob man auf dem Ort steht, in den Ort hineingeht oder daneben wartet). Und zuletzt: „zu“ steht immer mit Dativ, auch wenn damit eine Bewegung beschrieben wird.
So erklärt unsere Sprachschule Akkusativ und Dativ mit Präpositionen.
